Für Ponkie jedenfalls war der Fall klar. Der Film, urteilte die legendäre Kritikerin der Münchner AZ, sei ein Seelendrama aus amerikanischen Provinzkreisen im kultivierten Broadwaystil, ein bisschen Sigmund Freud, ein bisschen Tennessee Williams. Doch was am Anfang ein heiter-ironisches Allegretto sei, werde am Ende zum sentimentalen Trauergesang, ausgelöst von einem knollengesichtigen, hinterhältig boshaften Kapitalistenbalg.

Da hatte sie natürlich einmal mehr den Nagel auf den Kopf getroffen, die wunderbare Ponkie. Und auch andere Kritiker gingen nicht zimperlich um mit dem Werk. Antiquiert, unglaubhaft und voller Platitüden sei es, schon deshalb, weil keiner das Thema beim Namen nennt.

In der Tat: Das wichtigste, das Schlüsselwort, es fehlt in dieser Verfilmung eines Theaterstücks. Musste fehlen, damit der Film die Zensurvorgaben der Filmindustrie passieren konnte, was ihm eben nur auf Kosten der Qualität gelang. Daran konnten auch die Darstellerinnen nicht rütteln, die hier erstmals zusammen spielten: zart und propper - wie fast immer - die eine

vital, aufgeweckt und - entgegen ihrem damaligen Image - auch tragisch die andere.

Über den Regisseur hatte diese Schauspielerin gesagt, mit ihm würde sie sogar ein Telefonbuch verfilmen. Doch das Lob machte den Film so wenig besser wie der Umstand, dass er sich hier zum zweiten Mal demselben Stoff widmete. Und doch schimmert in einigen Sequenzen durch, was an Potenzial darin steckt.

Dann fesselt plötzlich einer dieser Blicke, die viel mehr sagen als das fehlende Wort oder eines zu viel. Diese Blicke, in denen so viel liegt an Wissen und Mut und Liebe

Blicke, die eine der beiden so unverwechselbar macht. Wie heißt der Film?