Eines der größten Unternehmen am grauen Kapitalmarkt, die Göttinger Gruppe, gerät zunehmend unter Druck. Jetzt hat das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen dem zur Gruppe gehörenden Bankhaus Partin die "Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften" entzogen. Zwar klagt die Bank gegen die Schließung. Doch die Aufseher sind sicher, dass es bei ihrer Entscheidung bleibt. Das wäre ein zweites finanzielles Desaster für die ohnehin umstrittene Gruppe. Erst Ende März hatte sie sich von ihrem millionenschweren Engagement beim Berliner Fußballclub Tennis Borussia verabschiedet. Den hatte das Finanzunternehmen in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt und vom Börsengang geträumt. Pech nur: Unter der Regie der Göttinger sind die "Veilchen" so aus dem Tritt geraten, dass sie demnächst wohl nur noch in der Oberliga spielen werden. Von den 70 Millionen Mark, die sie schätzungsweise in den Fußball investiert haben, bleibt den Göttingern nach eigenen Angaben nur ein Grundstück im Wert von 7 Millionen Mark - und eine Kapitalgesellschaft, die keine Aufgabe mehr hat.

mhf