Jedenfalls sagt der Mann: Sehenswürdigkeiten und Museen anschauen, das genügt nicht - ist zwar gut für die Wahrnehmung, aber schlecht fürs Denken. Stattdessen: Bridge, Schach oder Mühle…

Warum wir hier darüber reden: Weil ich einen Anschlag auf Ihr Denkvermögen plane, liebe LeserInnen! Und auf mein eigenes! In nicht allzu langer Zeit werde ich nämlich vier Wochen auf Urlaub gehen und mich diversen Wahrnehmungen hingeben, ganz gewiss aber nie (!!) Bridge, Schach oder Mühle spielen, jedenfalls nicht unter expertengeneriertem Leistungsdruck aus E.; so schlecht kann das Wetter einfach nicht werden. Dies hat nun einschneidende Konsequenzen. Denn zum einen müssen Sie dann vier (in Zahlen: 4) Wochen lang auf diese Kolumne verzichten, die sich im Schwierigkeitsgrad von einem ausgewachsenen Bridgetournier mindestens so deutlich unterscheidet wie der Durchschnittsstudent von einem Normalbürger. Das bedeutet nach Adam Riese: 20 Prozent geteilt durch drei Wochen mal vier = 26,66666666 Prozent Intelligenzabschlag bei Ihnen. Da aber auch ich in dieser Zeit auf das entsprechende Gehirnjogging verzichte: zugleich 26,66666666 Prozent Abzug bei mir. Mit anderen Worten: Wenn wir uns nach vier Wochen wiederlesen, sind wir zusammen 53,333332 Prozent dümmer. Wenn wir diese Zahl aber multiplizieren mit der Zahl der Leser dieser Kolumne, kommen wir locker über 1000 Prozent Verlustzuweisung in nur vier Wochen; was uns keine Abschreibungsgesellschaft und keine Börse nachmachen dürfte, falls ich richtig gerechnet haben sollte.

Das wäre der SuperGAU! Deshalb ergeht an dieser Stelle frühzeitig die entsprechende Urlaubswarnung. Damit Sie sich rechtzeitig mit Bridgekarten, Schachfiguren und Mühlesteinen eindecken können.

Kommentare und Anregungen sind herzlich willkommen: leicht@zeit.de