DIE ZEIT: Herr Ministerpräsident, sind Sie die letzte, beste Hoffnung der CDU?

Edmund Stoiber: Warum? Die Union hat viele Hoffnungsträger.

ZEIT: Trotzdem scheinen Sie sich für Höheres zu positionieren, einen Bundesjob.

Stoiber: Der Eindruck ist falsch, weil Fragesteller außerhalb Bayerns meinen, das Amt des Kanzlers sei etwas Höheres als das des Ministerpräsidenten.

ZEIT: Aber der Union geht es nicht gut.

Stoiber: Der CSU geht es gut, die CDU hat wegen der Spendenaffäre Probleme zu meistern gehabt. Aber man muss realistisch bleiben. CDU und CSU sind nach 16 Jahren Regierung abgewählt worden; das kann nicht in ein paar Wochen repariert werden.

ZEIT: 54 Prozent der Unionsanhänger wollen Stoiber als Kandidaten, nur 22 Frau Merkel.