EICHEL:
Das ist ganz einfach. Was ich mit den UMTS-Milliarden schon gemacht habe: Schulden abbauen und die ersparten Zinsen in Zukunftsvorsorge stecken.


Aber zum Beispiel Kabinettskollegen glücklich oder ostdeutsche Ministerpräsidenten ein bisschen froher machen mit so einem Geldsegen, das wäre jetzt nicht auf Ihrer Wunschliste?


Es kommt nicht darauf an, Politiker glücklich zu machen, sondern die Menschen - und das nachhaltig, und deswegen geht es nicht um Beglückungsprogramme, sondern: wer das Land wieder bewegungsfähig machen will, der muss es aus der Schuldenfalle herausführen. Und damit jeder sieht, was er davon hat, in der Tat die ersparten Zinsen nicht auch noch wieder zur Konsolidierung nehmen, obwohl wir da ein dickes Thema vor uns haben, sondern die – ich wiederhole das – in Zukunftsvorsorge, in Bildung, in Forschung, in Familienpolitik, in Infrastruktur, insbesondere Verkehrsinfrastruktur zu stecken. Das ist die richtige...


Wir haben Sie eingeladen zu träumen...


Sie haben nicht den Hans Eichel gefragt, sondern den Finanzminister.


Also dann träumen Sie mal als Hans Eichel, der den Beruf Finanzminister hat. Wer wäre denn die Bevölkerungsgruppe, die Ihnen am meisten am Herzen läge zum Beispiel?


Nee, so eng denke ich nicht, sondern ich denke, man muss das ganze Land und seine Zukunftsfähigkeit im Blick halten, und das kann man nicht fraktionieren. Und zu aller erst denke ich dann in der Tat an die nächste Generation und das, was wir ihr bisher so überlassen oder hinterlassen, was eine Erbschaft ist, die sie nicht in allen Teilen als glücklich empfinden werden; aber ausschlagen können sie sie ja nicht. Also, bin ich schon dafür, dass unsere Kinder eine Erbschaft vorfinden, die sie auch gerne antreten und nicht eine, die sie am liebsten ausgeschlagen hätten auch wenn es gar nicht geht.