1. Szene: Der Festspielprinzipal sitzt auf der leeren Bühne und studiert seine 26 Verträge. Er liest laut vor, Paragraf für Paragraf. Am Ende angekommen, beginnt er von vorn. 2. Szene: Es treten auf Familienmitglieder, Kritiker, Intellektuelle und sprechen laut im Chor: "So kann es nicht weitergehen!" Der Prinzipal liest weiter, ohne aufzublicken. Chor ab. 3.

Szene: Auftritt Minister. Er säuselt dem Prinzipal Komplimente ins Ohr, versucht einen Tobsuchtsanfall zu spielen, säuselt, tobt, säuselt (virtuose Slapsticknummer). Der Prinzipal reicht ihm ein Stück Papier, darauf steht das Wort "Verträge". Minister ab. 4. Szene: Der Wagner-Regisseur F. stürzt auf die Bühne, rauft sich kurz die Haare, geht gemessenen Schrittes wieder in die Kulissen. 5. Szene: Auftritt des Stiftungsrats. Blitzlichtgewitter. Alle freuen sich. Der Vorsitzende spricht: "Die Zukunft ist gesichert." Vom Schnürboden schwebt Eva, des Prinzipals ungeliebte Tochter, herab. Lächelnd, begleitet von provenzalischem Grillenzirpen, sagt sie: "Ich bin die Nachfolgerin." Stille. Alle ab. 6. Szene: Auftritt Anwalt. Energisch betritt er die Bühne, liest von einem Zettel ab: "Eva steht nicht mehr zu Verfügung."

Gleichzeitig schleicht der Minister durch die Kulissen und murmelt unverständliche Sätze. Man versteht das Wort "Notvorstand". Beide ab. 7.

Szene: Der Prinzipal sitzt an seinem Platz und liest in den Verträgen. Seine Frau Gudrun erscheint, tritt hinter ihn und legt ihm eine Wolldecke um.

Stimmungsvolles Schweigen. Sie warten. Vorhang.