Arbeitsbeschaffung Der Fall ist noch lange nicht aufgeklärt: Wurden im Kanzleramt des Helmut Kohl seinerzeit wissentlich und willentlich Regierungsdaten und Akten vernichtet? Die Bonner Staatsanwaltschaft wollte das Ermittlungsverfahren einstellen - ohne eigene Recherchen und Zeugenbefragungen. Doch der Politikwissenschaftler Wilhelm Hennis rief in der ZEIT (Nr. 17/01) dazu auf, sich dagegen beim Kölner Generalstaatsanwalt zu beschweren. Mit Erfolg: Der oberste Ermittler prüft nun selbst. Knapp 11 000 Proteste sind während der vergangenen zwei Monate eingegangen deren Registrierung, für die drei zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden mussten, ist nahezu abgeschlossen. Doch nun plagt den Generalstaatsanwalt eine andere Frage: Muss er jedem Schreiber einzeln und ausführlich antworten? Ja, wenn er meint, die Bonner Staatsanwälte hätten rechtens gehandelt. Nein, wenn er den Beschwerdeführern zustimmt und die Kollegen am Rhein weiter forschen müssen.

Klar, welche Antwort ihm Arbeit ersparte und ohnehin richtig wäre.

Korrekt Es soll "Wirbel um angebliche Attacken von Schäuble auf Angela Merkel" gegeben haben. Zwei große Tageszeitungen berichteten, dass Wolfgang Schäuble der Meinung gewesen sei, die ZEIT habe seine Äußerungen über die CDU-Vorsitzende "schlicht falsch" wiedergegeben. Dass das Gegenteil richtig ist, stellten Wolfgang Schäuble und der Berliner Büroleiter der ZEIT, Gunter Hofmann, in einer gemeinsamen Erklärung fest: "Der Bericht in der ZEIT Nr. 26 vom 21. Juni 2001 gibt unser Gespräch korrekt wieder. Die Missverständnisse sind ausschließlich durch die zuspitzenden Veränderungen in der dpa-Meldung begründet."

Praktika Fünf junge Journalisten erhalten die Chance, für zwei Monate als Korrespondent auf Zeit aus Russland zu berichten. Zugleich werden junge Redakteure aus Russland zu einem Praktikum in eine deutsche Redaktion eingeladen. Das Austauschprogramm ist nach der Herausgeberin der ZEIT Marion Gräfin Dönhoff benannt. "Gräfin Dönhoff hat sich ihr ganzes publizistisches Leben lang für einen Dialog mit dem Osten, insbesondere mit Russland, eingesetzt. Mit ihrem Namen verbindet sich eine vorurteilsfreie und engagierte Berichterstattung über eine Region, die uns Deutschen immer noch viel zu fremd ist", erklärt Miodrag Soric, der den Journalistenaustausch für die Internationalen Journalisten-Programme (IJP) koordiniert. Weitere Informationen über das Marion-Gräfin-Dönhoff-Programm finden sich im Internet unter www.ijp.org.