Wenn man Shift und Alt drückt, springt sie in die Luft. Bei der Leertaste bringt sie ihren Granatwerfer in Anschlag. Lara Croft führt jede Anweisung aus. Unverzüglich, ohne Widerrede. Angelina Jolie nicht.

Wäre Angelina Jolie ein Computerprogramm, würde sie sämtliche Tastaturbefehle ignorieren. Doch sie besteht ziemlich deutlich aus Fleisch und Blut. Das ist zwar nicht unbedingt nötig, wenn man eine Figur aus einem Computerspiel von der Festplatte auf die Leinwand bringt - aber es hilft. Besonders, wenn das Fleisch recht berühmt ist. An seinem Ruhm arbeitet Angelina Jolie mit regelmäßigen Updates aus ihrem Liebesleben.

Ja, sie trage eine Glasphiole mit dem Blut ihres Ehemanns Billy Bob Thornton an einer Kette um den Hals

ja, sie spiele beim Sex schon mal mit Messern

ja, sie sei dem Beischlaf mit Frauen nicht abgeneigt. Bereitwillig erzählt sie jedem, der es hören will, von ihren Vorlieben. Und löst damit bei Klatschreportern pawlowsche Reflexe aus. Selbst seriöse Feuilletons interessieren sich mittlerweile für ihre Ehe mit dem wilden Billy Bob.

Jolie ist das Babe des Sommers. Keiner kommt an ihr vorbei. Mit ihren Breitreifen-Lippen zieht sie die Blicke auf Plakate und Zeitschriftentitel.

Lara Croft, das synthetische Girlie, trägt Revolverhalfter anstelle von Strumpfbändern und ein anatomisch kaum zu rechtfertigendes D-Körbchen.