Berichte über Polen unterliegen oft auch heute noch Klischeevorstellungen, zum Beispiel der Leiterwagen mit einem Pferd und einem alten Mann, romantische Verklärung einer sich rasant verändernden polnischen Agrarwirtschaft.

Anders die polnischen und deutschen Autoren in der ZEIT. Ihre Berichte zeigen das moderne Polen und machen neugierig auf die positive Entwicklung der verschiedensten Gebiete.

Gräfin Dönhoff hat Recht, Polen ist ein Reiseland mit wunderbaren Landschaften, eindrucksvollen Städten und Menschen, die Freunde werden. Wer einmal dort war, fährt wieder hin.

Annelies Langner, Hannover Deutsch-Polnische Gesellschaften in Niedersachsen e. V.

"Jakob und seine Geschwister" - unter dieser Überschrift kann auch das Schicksal der Familie Freilech aus Golub-Dobrzyn, 30 Kilometer nordöstlich von Torun/Thorn stehen. Überlebt hat nur eine, Hela Freilech, Jahrgang 1920.

Ihr Sohn hat meine Nichte in Melbourne geheiratet, sie kamen im vergangenen Jahr nach Deutschland, ich war ihre Fremdenführerin.

In Dobrzyn warteten ein Heimatforscher sowie eine Archivarin auf uns. Sie führten uns durch das Dobrzyner Schtetl und durch Golub. Danach durften wir die sprichwörtliche polnische Gastfreundschaft an einer reich gedeckten Tafel genießen.