Olfaktorischer Fliegenkiller Nicht nur das urbane, auch das Leben auf dem Land könnte stressfreier sein, wären Mensch und Tier endlich die Fliegen los. Die schwirrende Plage wollen holländische Biologen von der Universität Groningen mit Duftködern einfangen: Den Hausfliegen soll ihre eigene Gier zum Verhängnis werden.

Herzstück neuer Fliegenfallen könnte der im Fleisch vorhandene Stoff 1-Octen-3-ol und das in Hühnermist zu findende 3-Methylphenol sein. Für diese Substanzen sind Hausfliegen besonders sensibel. Normalerweise erfassen Riechzellen an den Fühlern und Tastorganen der Fliege mehrere Gerüche. Setzt sich ein Duftmolekül auf die Antenne, wird das Hirn mittels Stromstößchen in Kenntnis gesetzt. Für 1-Octen-3-ol und 3-Methylphenol sind die Riechzellen so empfindlich, dass die Fliegen die Quellen dieser Stoffe selbst in intensiv bedufteten Räumen wie Ställen, Klos, Schlafzimmern finden. Nun wollen die Forscher mit dem Fleisch-Hühnermist-Odorant olfaktorische Köder basteln.

Riechen die Viecher die Lockstoffe, brummen sie zielstrebig in tödliche Fallen.

Schwächelnder Nachwuchs Deutsche Kinder werden nicht nur dicker, sondern auch schlaffer. Gemäß einer Untersuchung der Uni-Kinderklinik Köln schwächeln zudem ihre Knochen. Schuld ist die mangelnde Bewegung - 15 Prozent der Jugendlichen sitzen mehr als drei Stunden am Tag vor der Glotze oder am Computer. Entsprechend mickrig ist die Muskulatur, mit Folgen für das Skelettsystem. "Wer eine geringe Muskelmasse hat, bekommt schwächere Knochen", warnt der Kinderarzt Eckhard Schönau, Initiator der Studie. Der Grund: Spezielle Rezeptoren am Knochen bemerken vermehrte Muskelarbeit und sorgen für festere Knochen. Ohne sportliche Reize bröseln die Gebeine. Schönau prognostiziert eine Zunahme der Osteoporose bei immer jüngeren Menschen - und empfiehlt Bewegungstherapie. Probanden, die drei bis sechs Stunden pro Woche Sport trieben, drückten nicht nur mehr Kilos, sie hatten auch die stabilsten Knochen.

Ansteckende Trübsal Seit Jahren wird darum gestritten, ob Infektionen Gemütskrankheiten auslösen können. So nisten sich Bornaviren gern in jener Region des Hirns ein, die wichtig ist für die Kontrolle von Gefühlen. Berliner Forscher haben nun in der Zeitschrift Molecular Psychiatry (Seite 481) einen besonders empfindlichen Nachweis für Bornaviren beschrieben. Offenbar wurde früher übersehen, dass die Antikörper, die nach einer Bornavirusinfektion im Blut entstehen, sich teilweise verstecken: Sie bilden mit anderen Stoffen im Blut so genannte Immunkomplexe und entgehen dem Nachweis. Berücksichtigt man diesen Effekt, dann stellt sich heraus, dass Bornavirusinfektionen zehnmal häufiger sind als bisher angenommen. In der Studie waren sie fast bei jedem dritten Menschen nachweisbar, bei Depressiven sogar zu fast 100 Prozent.

Waren die Depressionen besonders schwer, fanden sich auch viele Immunkomplexe. Damit wird die Infektionstheorie gestützt ein klarer Beweis dafür ist dies allerdings noch nicht.