Mit dem Grimme Online Award möchte das Adolf Grimme Institut nach eigener Aussage die Qualitätsmaßstäbe des Fernsehpreises auf das neue Medium Internet übertragen und Web-Seiten auszeichnen, die sich mit dem Fernsehen befassen.

In der vergangenen Woche wurden die Awards zum ersten Mal vergeben. Unter den Gewinnern waren der Web-Auftritt von n-tv, die Kinderseite Kidsville und das Diskussionsforum politik-digital. Auch die Online-Redaktion der Harald Schmidt Show bekam ihre Auszeichnung - und zusätzlich ungebetenen Besuch: Einen Tag nach der Preisverleihung knackten Hacker die Web-Seite der Show und installierten Fluffy Bunny, einen rosafarbenen Plüschhasen mit Potenzproblemen. Der Stargast wurde von einem Harald Schmidt präsentiert, der ebenfalls hübsch lange Plüschohren hatte. Mangels Qualität im deutschen Internet wurde der Award in der Kategorie TV-Journalismus nicht vergeben.

Forscher der IBM-Laboratorien haben in der vergangenen Woche vorgestellt, was sie unter einer intelligenten Küche verstehen. Die arbeitet mit Sensoren, die unter den Hängeschränken angebracht sind und auf Transponder reagieren. Wie Strichcodes kleben diese Minisender an allen Waren und Gerätschaften und werden aktiv, sobald sie bewegt werden. Wird beispielsweise eine Bierflasche aus dem Kühlschrank geholt, weiß die intelligente Küche sofort Bescheid und klärt darüber auf, wie viele Kalorien das Bier hat. Die Lautsprecher der Küche könnten auch warnen, falls der Mensch aus Versehen Katzenfutter essen will, heißt es bei IBM. Sollte sich indes die verfressene Katze über das Menschenfutter hermachen, warnt die Küche via Handy. Auch beim Kühlschrank gibt man sich modern: Eine Web-Kamera überträgt den Inhalt auf ein Display, das außen am Kühlschrank angebracht ist. Man muss die Tür also nicht mehr öffnen, um zu wissen, was für Vorräte noch da sind.

Detlef Borchers (online@zeit.de)