Lichtkunst Da hebt er ab, der Schornstein der Lindenbrauerei in Unna, mit Mario Merzens neonbleicher Zauberschrift. Das heißt, eine Brauerei war das mal. Jetzt ist es das Zentrum für Internationale Lichtkunst, die neue Attraktion des alten Westfalenstädtchens am Hellweg, am östlichen Rand des Ruhrgebiets. Wenn im Rheinland alle paar Monate ein weiteres Museum aufmacht, will Westfalen natürlich nicht abseits stehen. Und so entstand auf 2400 Quadratmetern im Kühlkeller der lange schon aufgegebenen Braustätte ein Schatzhaus von ganz eigenem Reiz. Die Räume, zum Teil Tunnel, zum Teil hohe Säle, winklige Gewölbe und Nischen, ergeben ein wahres Labyrinth, erhellt allein vom Licht der Kunst, von kalt flimmernden und sanft dämmernden Lichtinstallationen und -skulpturen. Eine einzigartige Leuchtkörperwelt, in der wir zurzeit Werke des Italieners Mario Merz, des Amerikaners Joseph Kosuth und der Deutschen Mischa Kuball, Christina Kubisch und Johannes Dinnebier, des Designers, betrachten können

Arbeiten von James Turrell, François Morellet und Christian Boltanski sollen folgen. Dazu wird es, in Zusammenarbeit mit der European Lighting Designer's Association, Tagungen und Workshops und andere erhellende Veranstaltungen geben. Licht an!

Zentrum für Internationale Lichtkunst

Lindenbrauerei, Massener Straße 31

59423 Unna. Geöffnet Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr

Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr, Führungen stündlich

Eintritt: 5 Mark