Schon zu Lebzeiten umgab ihn die Aura eines Monolithen, der sich filmischen Genregrenzen ebenso verweigerte wie persönlichen Fragen. Als er den Regiestuhl für immer verließ, war er für seine Fans längst unsterblich geworden, sein letzter Film sein Testament. Und wenn es auch im Vergleich zu früheren Werken vielen Kritikern eher belanglos schien, hatte er damit doch noch einmal eine Fußnote gesetzt: er, ein unnahbarer Dirigent der Bilder.

Alles hatte er sich selbst beigebracht: In seinen Anfängen führte er nicht nur Regie, sondern kümmerte sich um Kamera und Licht, Schnitt und Drehbuch, Produktion und sogar Werbung. Learning by Doing - das verlangte er sich und anderen ab, was ihm am Set den Ruf eines gnadenlosen Perfektionisten einbrachte. Von seinen Zuschauern forderte er vor allem Schärfe der Wahrnehmung. Denn das Thema, das er immer wieder durchspielte, hieß: Nichts ist eindeutig. So werden Täter oft zu Opfern, führt Ordnung in die Sinnlosigkeit, bringt der Zufall das Schicksal.

All diese Motive finden sich schon in einem seiner ganz frühen Filme wieder.

Auf den ersten Blick das Remake eines Klassikers - was auch an einem der Darsteller liegt -, trägt er bereits seine künstlerische Handschrift. Ein paar Leute schließen sich zusammen zu einem Coup und scheitern, weil sie - jeder für sich - längst im Leben gescheitert sind. Eine Glückszahl spielt eine Rolle, ein Glückssymbol und ein Ort, wo angeblich das Glück herumliegen soll. Doch alle haben das Pech gepachtet, sind nicht einmal mehr müde Helden

lauter Unglücksraben. Wie heißt der Film?

Preise:

Unter den richtigen Einsendungen werden wir dreimal Reclams Filmführer von Dieter Krusche verlosen. Einsendeschluss ist der 3. Juli 2001. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unsere Anschrift: DIE ZEIT-Rätselredaktion, Stichwort: Filmrätsel, Postfach 10 68 08, 20045 Hamburg, oder per E-Mail an filmraetsel@zeit.de