Der Artikel spricht sicherlich vielen Lehrern so richtig aus der Seele, wussten die doch schon immer, dass unsere schlechten Leistungen auf die vielen Nebenjobs zurückzuführen sind. Allerdings ist in unserem Kurs die Mehrheit der Meinung, dass sie auch ohne Nebenjobs (bei uns jobben von 18 Schülern 16) ihre dann entstehende Freizeit nicht für weitere Klausurvorbereitungen nutzen würde. Dass besonders bei Schwächeren die schulischen Leistungen unter dem Jobben leiden, ist trivialerweise richtig, weil außer dem Lernen wohl keine weitere Tätigkeit die Leistung fördert.

Im Übrigen benötigen wir das Geld aus diesen Jobs dringend, um all die überflüssigen, aber schönen Dinge zu kaufen, die Sie selber auf der Luxusseite "Leben" in Ihrer Zeitung anpreisen. Das können wir ja nicht von unseren Eltern erwarten. Unabhängig davon, lernt man in den Nebenjobs tatsächlich eine Menge vom Leben draußen, was in der Schule nicht vermittelt wird, und erwirbt dabei auch Durchsetzungsvermögen und Selbstständigkeit.

Letztens: Immerhin nehmen wir in unserem Kurs Ihren Artikel zum Anlass, nach den Ferien eine Fragebogenaktion in der Oberstufe zum Thema "Jobbende Schüler" durchzuführen, über deren Ergebnisse wir Sie natürlich informieren werden.

Werte- und Normenkurs des 12. Jahrgangs des Johannes-Kepler-Gymnasiums, Garbsen