Am Anfang läuft ein Kind über einen abseits gelegenen Weg durch hügelige Wiesen. Das Kind ist pummelig und ungelenk und hat, so erfährt man bald, einen lustigen Spitznamen: Wuschel, das passt zu den Haaren, die so störrisch in alle Richtungen streben und so leuchten wie all die Träume im Kopf. Aber in diesem Anfangsbild ist auch schon das Ende der Kindheit enthalten. Wer so zögerlich und auffällig zugleich durch die Welt geht, dem wird das Glück niemals leicht fallen.

Manche Bilder bleiben jahrelang im Gedächtnis. Der Auftakt unseres Films gehört zu diesen Bildern

ihre Kraft liegt darin, dass in ihnen die Geschichte, die ja erst noch erzählt wird, bereits vorweggenommen scheint.

Für solche Bilder hat die Regisseurin ein Gespür. Das hat sie noch einmal mit jener Love-Story bewiesen, die sie dann berühmt gemacht hat. Da gibt es eine Szene an einem windumtosten Strand, wie man sie noch nie im Kino gesehen hatte.

Doch zurück zu unserem Film. Da geht es zunächst um erste Blamagen und erstes Lob, doch bald kommen Krankheit und Tod. Nur die Liebe kommt lange nicht, das Kind von einst flieht in die Einsamkeit. In die Einsamkeit zu gehen heißt auch, nach Freiheit zu streben, doch die ist an diesem Ort, in dieser Zeit, für diesen Menschen nicht vorgesehen. So führt das Unverständnis der Welt für lange Zeit in die Hölle

dass es doch noch ein Entkommen gibt, grenzt an ein Wunder.

Das lässt sich beinahe auch über diese Verfilmung eines Lebens sagen, so behutsam und doch in Momenten überwältigend ist sie inszeniert. Eine der Darstellerinnen ist zurzeit im Kino in einer großen, kühnen Rolle zu sehen, in einem Film, in dem es auf ganz andere Art um Freiheit, Einsamkeit und die Suche nach Glück geht. Wie heißt der Film mit dem Kind?