Die Zukunft des Reisens verheißt Bewegung. Zwar bleiben Abschalten, Ausruhen und Beine lang machen die mit Abstand wichtigsten Urlaubsmotive. Dennoch wächst die Zahl der Touristen rasant, die ihre Ferien nicht auf der faulen Haut, sondern aktiv bestreiten wollen. Besonders trendy sind Ferien im Fahrradsattel. Ob auf dem Donauradweg zwischen Passau und Wien, in den Serpentinen des Tramuntana-Gebirges auf Mallorca oder mit dem Mountain-Bike von Oberstdorf quer durch die Alpen zum Gardasee. Veranstalter, die sich auf Radler, Golfer, Paddler, Marathonläufer, Trekkingtouristen oder Bergsteiger spezialisiert haben, melden ein weit höheres Umsatzplus als Anbieter herkömmlicher Pauschaltrips.

Selbst die Klassiker des Sporturlaubs, Ferienclubs wie Aldiana oder Robinson, müssen sich immer ausgefallenere Varianten einfallen lassen: Beach-Volleyball- und Snowboard-Camps mit Olympiamedaillengewinnern und Weltmeistern genauso wie Kocholympiaden mit Küchenstars oder die clubeigene Flugschule.

Das Bedürfnis nach Rackern und Schwitzen verbindet sich zunehmend mit der Suche nach sanfter innerer Einkehr: bei Tai-Chi und Yoga, individuellem Fitness-Coaching und gesunder Ernährung. Scheitelpunkt der Wellness-Welle: die inszenierte Sauna-Wellness-Nacht bei Vollmond und Kerzenschein.