Bayer und Siemens wollen Mitarbeiter entlassen, der Chip-Hersteller Infineon setzt in zwei Werken auf Kurzarbeit. Gute Nachrichten kommen dagegen aus Stuttgart: DaimlerChrysler trotzt dem Trend zum Stellenabbau. Im laufenden Jahr will der von Jürgen Schrempp geführte Konzern in Deutschland rund 2000 Jobs schaffen. Die Ursache: eine starke Nachfrage in der Pkw-Sparte. Besonders die Einführung der neuen C-Klasse verursacht einen höheren Personalbedarf. Schon in den vergangenen fünf Jahren richteten die Stuttgarter mehr als 27 000 neue Arbeitsplätze ein. Damit gehört der Autobauer auch zur Spitzengruppe der Jobproduzenten - wenigstens vorerst.

Denn für 2002 ist DaimlerChryslers Personalvorstand Werner Fleig weniger optimistisch. "Die Wachstumskurve flacht ab", sagt er. Keinen Nutzen von der deutschen Sonderkonjunktur haben schon jetzt die ausländischen Mitarbeiter.

Hier wird ein harter Sanierungskurs durchgezogen: Allein bei der ChryslerGroup in den USA sollen in den nächsten drei Jahren 26 000 Arbeitsplätze verloren gehen.