Microsofts neues Betriebssystem Windows XP wird in Kürze auf den Markt kommen. Längst laufen die Arbeiten an seinem Nachfolger Blackcomb.

Ursprünglich für das Jahr 2003 avisiert, will man nun bis mindestens 2005 warten. Als Grund werden "juristische Probleme" genannt. Im Verfahren um Monopolpraktiken war Microsoft unlängst mit dem Antrag, den Prozess neu aufzurollen, beim höchsten Berufungsgericht gescheitert. Vermutlich hat die Firma ihre Großkunden deshalb nun angewiesen, beim Verkauf von Betriebssystemen mindestens drei Microsoft-Icons auf dem Desktop zu platzieren.

Auch Apple ist mit seinem Betriebssystem OS X in Verzug - die endgültige Version soll im September erscheinen. Nun startete die Firma eine Werbekampagne mit dem seltsamen Titel "Es ist 4.30 Uhr". Laut Apple-Lenker Steve Jobs werden Betriebssysteme nämlich immer um 12 Uhr ausgeliefert, weshalb bis zu OS X/komplett noch ein wenig Zeit (7,5 Stunden?) bleibt. Als Werbegag verschickt Apple Bauklötzchen, die demonstrieren sollen, wie einfach Apple-Systeme aufgebaut sind: "Bei Kompatibilitätsproblemen wenden Sie sich bitte an einen Kindergarten in Ihrer Nähe."

Schau mir in die Augen, Kleines: Forscher der Universität Cambridge haben nach Untersuchungen an 2,3 Millionen Iris-Scans herausgefunden, dass die Iris die zuverlässigste biometrische Identifikation liefert. Damit liegt das Verfahren weit vor anderen Techniken, die mit Fingerabdrücken, Thermografie oder der Vermessung von Ohrläppchen arbeiten. Selbst bei genetisch identischen Augen lassen sich mittels Iris-Scan Unterschiede feststellen. Die Methode wird derzeit vor allem für den Zutritt in Sicherheitsbereiche von Rechenzentren eingesetzt, doch die Forscher blicken weiter: Sie reden bereits vom biometrischen Pass für schnellere Grenzkontrollen, vom ticketlosen Fliegen und vom Ende der Kreditkarten.

Detlef Borchers (online@zeit.de)