Schade, dass die PDS alte Zöpfe verteidigen will. Grundsatzdiskussionen auf diesem Gebiet kann sie nicht gewinnen, das Thema ist von der CDU moralisch besetzt: Die Mauer war schlecht, wer sie verteidigt, ein Bösewicht, gar Vaterlandsverräter. In der Wirtschaftspolitik bietet die PDS jedenfalls eine Alternative zur sozialen Marktwirtschaft kapitalistischer Prägung. Und warum nicht mehr Staat in der unterentwickelten Ex-DDR? Ob sich das noch rechnet? Landflucht findet schließlich in allen abgelegenen und finanzschwachen Regionen Europas statt.

Klar muss man das Scheitern der Bundespolitik zum Aufbau Ost feststellen.

Zudem hat es eine beispiellose Umverteilung und Bevorzugung zugunsten weniger (auch Politiker) und zulasten vieler Ossis gegeben. Auch im Westen scheint die Armut zu wachsen, und hilflos schaut man auf die Arbeitsmarktstatistiken.

So kann es ja nicht weitergehen. Schröder wurstelt sich durch und patronisiert alle, die sich ihm in den Weg stellen. Vielleicht bekommt Deutschland ja den bayerischen Berlusconi-Busenfreund als Kanzler?

Dr. Ralph Kruger

Der Artikel über die blamable Mauer ist durchaus zu begrüßen. Jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass ein jeder das Recht hat, historische Wertungen vorzunehmen, auch wenn sie unorthodox und sogar unsinnig erscheinen. Gewiss mögen es viele befremdlich finden, wenn da einer sagt, die Mauer habe den Frieden erhalten.

Aber es ist sicher nicht dümmer und auch nicht vermessener als die Behauptung, die Nato habe dies geschafft. Letztere darf halt nur mit mehr Akzeptanz rechnen.