Umweltfreundliche Schweine.

Schweine, genauer gesagt ihre Ausscheidungen sind schuld, dass Seen und Flüsse geschädigt werden. Schweinefäkalien enthalten besonders viel Phosphor, der für die Überdüngung von Gewässern verantwortlich ist. Die Tiere können das Element nämlich nicht verdauen - dazu fehlt ihnen das notwendige Enzym Phytase. Kanadische Wissenschaftler von der University of Guelph in Ontario haben nun einige der Tiere genetisch so verändert, dass ihre Ausscheidungen geringere Mengen der Chemikalie enthalten (Nature Biotechnology, Bd. 19, S.

741). Sie haben in insgesamt vierzig Schweine das Phytase-Gen einer Bakterie eingeschleust. Dreißig von ihnen scheiden nun tatsächlich wesentlich weniger - 75 Prozent - Phosphor aus als ihre Artgenossen. Bisher sind alle Schweine dabei gesund und munter geblieben, berichten die Wissenschaftler. Ob die Phytase-Aktivität den Stoffwechsel der Tiere tatsächlich nicht nachhaltig stört, steht bislang nicht fest. Außerdem müssen die Forscher noch prüfen, ob die umweltschonenden Schweine auch zum Verzehr geeignet sind.

Good Vibrations.

Lässt sich der Knochenschwund, die Osteoporose, bei älteren Menschen durch sanftes Schütteln bremsen? Bei Schafen jedenfalls lassen schwache Vibrationen neue Knochenzellen wachsen. Das haben US-Forscher von der State University of New York herausgefunden (Nature, Bd. 412, S. 603). Die Wissenschaftler hatten die Tiere ein Jahr lang einer Schüttelkur ausgesetzt: Fünf Tage in der Woche wurden sie für jeweils 20 Minuten auf eine Plattform geführt, die zwar schwach, aber mit hoher Frequenz vibrierte. Und siehe da: Im Vergleich zu ihren unbehandelten Artgenossen verdichteten sich die Knochen der Schafe um rund 34 Prozent.