Helmut Schmidt und Theo Sommer hatten als Mitglieder des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung die Idee, eine Summer School in Hamburg ins Leben zu rufen, um damit ein Netzwerk für künftige Führungskräfte aus aller Welt zu schaffen, zu einem intensiven Austausch über die Herausforderungen der internationalen Führung einzuladen und insbesondere den deutschen Nachwuchs zu fördern.

Zum Thema "Beyond the Nation State: The Rule of Law and the Role of Regulation in a Globalized World" kommen ab Montag, 20. August, 42 Vortragende nach Hamburg, überwiegend aus der internationalen Politik, von führenden Unternehmen und Universitäten. Gemeinsam mit den Rednern wurde das Programm vorbereitet, jeder Tag hat einen Themenschwerpunkt. Die Idee der Organisatoren ist es, polarisierende Positionen aufeinander treffen zu lassen und damit eine kontroverse Diskussion zwischen Experten und "Schülern" herauszufordern.

Die participants setzen sich aus einer ausgewählten internationalen Nachwuchselite zusammen. Vertreter aus den Vorständen international führender Unternehmen und Organisationen sowie Regierungschefs wurden angeschrieben, um hoffnungstragende Kollegen zwischen 28 und 35 Jahren zu empfehlen. Trotz der stark reglementierenden Aufnahmebedingungen gab es über 300 Bewerber. Eine differenzierte Quotierung soll die Vielfältigkeit der Teilnehmer gewähren. Ziel der ZEIT-Stiftung bei diesem Projekt ist, besonders den deutschen Führungsnachwuchs zu qualifizieren, da dieser in den zentralen Organisationen wie Weltbank, UNO, IWF und der EU-Verwaltung deutlich unterrepräsentiert ist. 56 Begabte aus 21 Ländern wurden ausgewählt und erhielten von der Stiftung ein Stipendium für die Teilnahme, davon sind knapp die Hälfte aus Deutschland.

Die Stipendiaten haben sich beworben, um internationale Kontakte zu knüpfen und aus Interesse an Globalisierungsfragen, sagt Bernhard Lorentz, Projektmanager der Summer School in der Stiftung. Weltweit werden nach seiner Erkenntnis ähnliche Bedenken und Fragen mit der Globalisierung verbunden, trotz nationaler Unterschiede: Wie lässt sich die globalisierte Welt steuern? Wie lassen sich die zivilgesellschaftlichen Akteure integrieren? Wer regiert die Welt im 21. Jahrhundert? Die Summer School will eine Legitimationsbasis für globale Steuerungen erarbeiten.

Die Summer School soll eine jährliche Institution werden. Das Forum in der virtuellen Summer School, das über die Homepage der Stiftung zugänglich ist, ermöglicht einen öffentlichen, fortlaufenden Austausch. Intern ist eine Datenbank angelegt, in der die Teilnehmer und Personen aus dem Umfeld der ZEIT-Stiftung verzeichnet sind, die Jahr für Jahr anwächst und dem Networking dient. Außerdem ist eine fortlaufende Buchreihe geplant, die alle Voträge enthalten soll. ZEIT online berichtet ab Montag, 20. August, zwei Wochen lang über die Summer School und stellt alle Reden bereit.

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