Aus dieser Zeit habe ich einen Yamaha-Verstärker, der mich noch nie im Stich gelassen hat. Und einen Denon-CD-Player. Der gibt zwar langsam den Geist auf, aber ich schätze ihn besonders, weil man die Geschwindigkeit regeln kann. Das ist praktisch, wenn man zu einer Platte selber spielt. Mein Plattenspieler ist ein Denon Quartz DP-23F. Ich bin also nicht so luxuriös unterwegs, wie man es vielleicht von einem Profimusiker erwartet. Das liegt daran, dass ich jahrelang kaum zu Hause war. Deshalb hatte ich auch diese beschissenen Lautsprecher von B & W, denen man allgemein nachsagt, sie klängen sehr gut.

Je mehr ich aber mit der Studioarbeit zu tun hatte und mit Equipment hörte, das Lichtjahre entfernt ist von dem, was die meisten Menschen zu Hause stehen haben, desto empfindlicher wurde ich.

Deshalb habe ich mir gerade ein paar neue Boxen gekauft. Die habe ich wirklich mit den Ohren gefunden. Ich bin mit ein paar guten CDs in einen großen Hi-Fi-Laden gegangen, habe die Augen zugemacht und wollte gar nicht wissen, was der Verkäufer gerade angeschlossen hat. Dann bin ich bei denen hängen geblieben, die in jeder Lautstärke gleich detailfreudig klangen. Besonders wenn man leise hört. Aufdrehen kann man schließlich mit jeder Box.

Ich denke, dass der Klang mit dem Preis fast nichts mehr zu tun hat. Es gibt Firmen, die stellen für ein unglaubliches Geld irgendwelchen Schrott hin. Ich habe mal ein Paar Lautsprecher geschenkt bekommen, von einer Firma, mit der wir zusammengearbeitet haben, das Stück kostete fast 2000 Mark. Das finde ich viel Geld für ein paar Lautsprecher, die man sich zu Hause hinstellt. Sah alles supermodern aus, war aber mit Abstand das Schlechteste, was ich je gehört habe. Ich habe dann ein Paar Quadral Phonologue Gold Shogun gekauft, weil sie in allen Bereichen ausgewogen und lebendig klangen. Sie waren als Auslaufmodell runtergesetzt auf 1200 Mark und passen mit ihrem Buchenfurnier sehr schön zu den Dielen in meiner Wohnung.