Häufig gehe ich in den Plattenladen, vorzugsweise in Amerika, ich besitze etwa 1500 LPs und etwa 1000 CDs. Aus denen stelle ich mir meine eigenen Kassetten zusammen und verschenke sie auch oft an Freunde. Meine Anlage ist kein Kultgerät, sondern ein Genussgerät. Ich habe nicht nach großen Namen gesucht, sondern auf ordentlich Leistung geachtet. Ich feiere gern Partys, und da muss man auch mal richtig voll und satt einen großen Raum beschallen, ohne dass der Verstärker nach einer Stunde in die Knie geht. Meiner ist von Denon, Kostenpunkt etwa 2500 Mark. Wie viel Watt der hat, kann ich ihnen gar nicht sagen. Auf jeden Fall: genug. Die Lautsprecher habe ich schon so lange, dass ich mich an den Preis nicht mehr erinnere. Plattenspieler und Kassettendeck sind von Technics, und das Tonband ist von Revox.

Es gibt Marken, die sind Weltanschauungen. Bang und Olufsen ist so ein Fall. In den sechziger Jahren war es Braun. Deren Musiktruhen sahen als erste nicht mehr aus wie barocke Orgeln. So etwas kaufte man aus Überzeugung, das gehörte in eine moderne Wohnung - obwohl die Geräte nicht den besten Klang hatten. Ich warte immer zwei Entwicklungen ab, und die dritte kaufe ich dann wieder. Was habe ich von Leistungsmerkmalen, die nur auf dem Papier und für Freaks interessant sind. Da ist oft die Rede von Dingen - das weiß ich einfach aus meiner Branche -, die für das menschliche Ohr gar nicht mehr wahrnehmbar sind. Besonders dann nicht, wenn man in dem Alter ist, wo man sich solche Dinge leisten kann.