Die ganzen Demos höre ich in der Küche auf einem portablen Kombigerät. Auch ein Sony, sehe ich gerade. Personal Audio System ZSD 5. Den Apparat habe ich allerdings selbst gekauft. Er ist mir aufgefallen, als ich beim Händler Probe gehört habe. Hat etwa 550 Mark gekostet. Wunderbar, um Demos zu beurteilen. Mit Fernschaltung, da kann ich rumlaufen und Kaffee trinken. Ich bin nicht der Typ, der im Stereodreieck sitzt. Es reicht, wenn es funktioniert und Bums hat.

Am liebsten höre ich Musik im Auto. In meinem Audi TT war als Erstausstattung eine Bose-Anlage eingebaut, die wirklich sehr fein abgestimmt ist. Allgemein höre ich gerne Black Music und im Auto besonders James Brown, wo man "Oh, yeah!" und so etwas mitbrüllen kann. Wenn ich zu Hause Besuch habe, kommt, meiner Altersklasse entsprechend, R 'n' B zum Einsatz oder andere moderne Musik für 30-Jährige wie zum Beispiel Air, Stereo MCs und so weiter.

Im Studio macht es natürlich auch Spaß, am Ende eines langen Tages mal ein Stück richtig ballern zu lassen.

Aber im Allgemeinen - auch auf Tournee - drehen wir nicht so laut auf. Seit etwa fünf Jahren benutzen wir ein In-Ear-Monitoring-System , das sind auf Maß gefertigte Walkman-Kopfhörer. Bei denen muss man nicht so laut hören. Aber durch die P. A. und das ganze übrige technische Drumherum bekommt das eine ganz andere Kraft - besonders wenn 5000 Leute dazu die Hände heben.

Andy, unser Produzent, ist so ein Typ, der hört raus, was für eine Kupferlegierung in seinen Boxenkabeln steckt. Der legt dem Gehäuse die Hand auf, um zu fühlen, ob was nicht in Ordnung ist - und kann dann Monologe darüber halten. Für mich aber ist Stereoequipment sekundär. Eher lasse ich mir für die Formel-1-Rennsimulationen auf dem Computer ein Lenkrad mit rotem Wildlederbezug anfertigen.