Manche Filmtitel sind so gut, die werden im Nu zum geflügelten Wort. Von Manche mögen's heiß bis Das Leben ist eine Baustelle: Auf einmal stehen die Titel für mehr als einen Film, treffen ein Lebensgefühl, den Zeitgeist, und bald weiß keiner mehr, was zuerst da war, der Film oder die Redensart. Dafür weiß fast jeder, was gemeint ist.

Zu so einer Redewendung wurde auch der Titel unseres Films. Wer sie benutzt, will sagen, dass er mal eben weg vom Einerlei und sich was gönnen will, einfach so, auch wenn gerade kein Feiertag ist. Der Held unseres Films hat sich dafür allerdings verdammt lange Zeit gelassen.

Aber dann kriegt er zum Glück doch noch die Kurve, wortwörtlich, wenn auch erst im zweiten Anlauf und mit südländischer Starthilfe. Bald darauf entdeckt er die Welt mit neuen Augen, auf staunende, kindliche Art. Und noch etwas gelingt ihm: Er steckt die anderen mit seiner Lebensfreude an.

Da kommt Schwung in den Mikrokosmos, der 30 Jahre lang wie festgefahren schien. Und wenn sich auch nur nach und nach und hier und da etwas bewegt, so ist weniger doch schon mehr, um es mal geflügelt zu sagen. Apropos: Flügel wachsen hier keinem, auch wenn der Traum vom Fliegen sich am Schluss erfüllt.

Aber eigentlich nur, damit einer erkennt, dass es manchmal schöner sein kann, wenn Träume auch Träume bleiben.

Ein stiller, aber auch origineller und fröhlicher Film war dem Regisseur geglückt. Das Verdienst vor allem des Hauptdarstellers, der in jeder Szene so wirkt, als sei er nie ein anderer gewesen als der verschrobene Spätabenteurer. Und ganz nebenbei gestattet der Film auch einen erhellenden Blick in die fernen Winkel eines Landes, wo es reichlich Schnee und Schokolade gibt. Wie heißt der Film?

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