Yps-Fans dürfen sich - noch inoffiziell - freuen: Das vergangenen Oktober nach 25-jährigem Bestehen eingestellte Bastel-Comic mit Legendenpotenzial soll noch in diesem Jahr an die Kioske zurückkehren. Viermal jährlich soll die Zeitschrift für handwerklich begabte Kinder jeder Altersklasse erscheinen. Derzeit basteln die Entwickler noch am Konzept, aber vielleicht schon bald die Leser an Schleuderkatapult oder Geldzaubermaschine. Dass die Wiederbelebung aufgrund heftiger Proteste der Gimmick-Fans erfolgt, wollte der Verlag nicht bestätigen.

Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es im Verlagshaus Milchstrasse doch noch Jobs mit sicheren Zukunftsaussichten: den des Büroboten beispielsweise. Vergangene Woche durfte er durch Hamburg fahren und den freigestellten Net-Business-Redakteuren ihre Kündigungen persönlich überreichen, rechtzeitig vor dem Stichtag am 17. August. Die bis dahin als soziales Gimmick angebotenen Massagen werden hingegen aus ebenso sozialen Gründen gestrichen: Mit den bislang dafür bereitgestellten Mitteln werden nun die Net-Business-Volontäre, die das Haupthaus übernommen hat, bezahlt. Als Erstes haben sie vermutlich gelernt, warum die Milchstraßen-Toiletten gleich über drei Bedienungsknöpfe verfügen: Radio, Fernsehen, Spülung.

Übernehmen sie? Übernehmen sie nicht? Offiziell wird es selbstverständlich nicht spannend in der Frage, ob denn RTL nun beim Nachrichtensender n-tv einsteigt. Inoffiziell freut man sich allerdings bereits über Synergieeffekte: Falls RTL die CNN-Anteile übernimmt, könne man beispielsweise beim technischen Aufwand einsparen, sprich: Ein Kamerateam produziert für zwei Sender. "Die Gesellschafter müssen und wollen sich momentan untereinander verständigen, ob und in welcher Form Anteile ausgetauscht werden." Das jedenfalls sagt n-tv-Sprecher Thomas Schulz und betont, dass n-tv selbst bei diesen Rochaden nichts mitzureden habe.

Amerikanische Männer haben die flinkeren Finger. Sie wechseln die TV-Kanäle rund doppelt so häufig wie Frauen. Der Kabelnetzanbieter AT&T Broadband hat 700 Probanden auf ihre Zapping-Gewohnheiten hin untersucht. Schlussfolgerung: Männer klicken sich immer weiter durch die Kanäle, getreu dem Motto "Es kann nur besser werden". Womit die couch potato in Gold eindeutig an die Herren geht.

Claudius Maintz, Sigrid Neudecker (offline@zeit.de)