Soll Linux Linux heißen oder muss das freie Betriebssystem vielmehr GNU/Linux genannt werden? Was wie ein überflüssiger Streit um Worte aussieht, offenbart einen tiefen Riss in der wachsenden Gemeinde der Linux-Fans. Die einen wollen ein gutes, billiges Betriebssystem, die anderen einer Weltanschauung zum Durchbruch verhelfen. Ausgerechnet zum zehnten Jahrestag von Linux am 17. September ist eine heftige Debatte darüber entbrannt, ob Linux in seinen verschiedenen Varianten nicht die freie Software ehren sollte, die vor der Entwicklung von Linux unter dem Kürzel GNU (steht - grob vereinfacht und ohne die unter Programmierern üblichen Spielereien - für GNU's not Unix) von der Free Software Foundation gepflegt wurde. Ganz nebenbei dürfte die Namensänderung etliche Millionen Dollar kosten. Spötter haben bereits eine Lösung gefunden - sie sprechen von LiGNUx.

Die Hollywoodstudios MGM, Paramount Pictures, Sony Pictures, Warner Brothers und Universal Pictures wollen künftig ihre Filme auch über das Internet vertreiben. Gedacht ist an das Angebot von Downloads jener Streifen, die bereits die Vermarktungskette bis hin zum DVD-Video hinter sich haben. Die Dateien sollen ungefähr 500 Megabyte groß sein und einen 30 Tage gültigen Softwareschutz haben. In diesem Zeitraum muss der Film gesehen werden. Einmal betrachtet, wird er nach spätestens 24 Stunden von der Software "unspielbar" gemacht.

Detlef Borchers (online@zeit.de)