1992

Am Anfang war der Mensch, der Mensch Michael Schumacher. Fast noch etwas ungelenk, mit offenem Lachen, blitzenden weißen Zähnen und strahlenden Augen.

Er ist der Nachwuchsstar, fährt für Benetton-Ford. Fettgedruckt prangt sein Name in der grünen Farbe der United Colors auf der Autogrammkarte. Voller Zuversicht haben die Sponsoren dem jungen Rennfahrer bereits ihre Orden an die Brust geheftet. Er hat noch einen meilenweiten Weg vor sich

hungrig und talentiert, weiß er genau, wo er ankommen will. Selbstbewusst wehrt er sich dagegen, ein dummer Junge zu sein, und fängt an, aus dem Schatten der Großen herauszufahren.

1995

Das Kreuz durchgedrückt, die Schultern gestrafft, die Hand in die Hüfte gestemmt, die Brust energisch nach vorn gestreckt. Forsch und voller Kraft blickt er jetzt den Fotografen an, seine Körperhaltung hat sich geändert. Nun ist er der Held, zweifacher Weltmeister. Der Werbekrake hat mittlerweile an mehreren Plätzen angedockt. Auffällig ist noch Schuhmachers symbolische Gürtelschnalle. Schwarz-Rot-Gold. Man sieht, er fährt für Deutschland. Das Gesicht ist kantiger, die Augen härter. Man erkennt genau: Aus dem Bubi von einst ist ein Mann geworden.

1996