Halten wir inne: Der Abbruch eines Hochhauses geschieht abschnittsweise, und zwar, hergehört, Scharping!, von oben nach unten, nicht umgekehrt. Jetzt aber die Anwendung fürs Leben: Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen, erst der Krieg und dann die Liebe. Zwar schreibt die Bunte, Scharping telefoniere aus Mallorca "jeden Tag mehrmals mit dem Ministerium", und selbst wenn er "am Strand von Sa Rapita genüsslich Muscheln schlürft" oder seine geliebte Gräfin "zärtlich einölt", müsse "dazwischen" mit dem Kanzler einiges zu Mazedonien besprochen werden, und (so weiterhin die Bunte exklusiv) "abends, beim eisgekühlten Weißwein, kommt es vor, dass Joschka Fischer mit dem Kollegen reden möchte". Aber ist das Arbeit?

Eisgekühlter Wein, während unsere Jungs im Kosovo bei 33 Grad im Schatten ihre Panzer und Gewehre für den Mazedonien-Einsatz munitionieren! Da stimmt was nicht, und zwar die Reihenfolge. Lasst uns erst mal den Krieg da unten gewinnen - für Wein, Weib, Gesang ist dann immer noch Zeit. So hätte man früher gesprochen. Erst schießen und dann laden? Haha. Damals im Westerwald ist Scharping abschnittsweise von oben nach unten gestürzt, daraus hätte er lernen können.

Nun gut. Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg-Borggrefe jedenfalls, die sich "im hohen Bogen ins kühle Nass" schmeißen lässt, sagt: "Mein Glück heißt Rudolf." Wenn das der alte Pilati von Thassul gehört hätte, der Haudegen: Bassa Manelka!, hätte er gebrüllt, seinem Pferd die Sporen gegeben und wäre vom Daxberg herunter auf den Feind, so wahr Gott lebt, eingesprengt, dass ...

Wir brechen hier ab, es sind die Zeiten nicht danach. Radfahrer, Muschelschlürfer, Weißweintrinker, die man zum Jagen tragen muss, haben jetzt das Sagen. Frauenwerfer! Kürzlich erst ist das Zwergewerfen verboten worden. Quousque tandem, sagt hier der Grieche, zu Deutsch: Nix paletti mit Pilati, Rudolf!