Brüchige Familienbande.

Ein lang gehegter Verdacht erhärtet sich nun: In Afrika leben offenbar zwei Elefantenarten (Science, Bd. 293, S. 1473). Forscher vom National Cancer Institute in Frederick, Maryland, haben das Erbgut von Elefanten aus der afrikanischen Savanne und von Urwaldelefanten miteinander verglichen.

Verblüfft stellten sie fest, dass deren DNA so unterschiedlich ist, dass sie, biologisch gesehen, nicht zu einer Spezies gehören. Für Zoologen gab es bisher nur eine Art Elefanten in Afrika: Loxodonta africana. Artenschützer müssen nun vermutlich unterschiedliche Strategien entwickeln, um beide Elefantenarten vor dem Aussterben zu bewahren.

Verräterischer Hebeldruck.

Schweizer Forscher haben bei Mäusen vielleicht einen Schlüssel zur Kokainsucht gefunden. Fehlt im Nervensystem der Nager ein Rezeptor, nimmt ihre Lust auf das Rauschgift rapide ab (Nature Neuroscience, Bd. 9, S. 873).

Die Schweizer hatten im Käfig ihrer Versuchstiere einen Hebel installiert, über den sich die Mäuse eine kleine Dosis verabreichen konnten. Normalerweise nutzten die Mäuse das Angebot oft und gerne. Genetisch veränderte Tiere, denen das Antennenmolekül im Hirn fehlte, verzichteten dagegen auf den schnellen Schuss. Welche Rolle der als mGluR5 bezeichnete Rezeptor spielt, konnten sie noch nicht klären. Er könne sich jedoch als lohnendes Ziel für eine Therapie gegen Kokainsucht erweisen.

Heer der Riesenflügel.