Nie sollte man nie sagen. Erst recht nicht, wenn es um so komplizierte Dinge geht wie Liebe oder Sex. Weshalb es nur angemessen scheint, Niemals-Gelübde erst ab neun Uhr morgens anzunehmen. Oder lassen Sie sich etwa nie - auch nicht in einem schwachen Moment - zu etwas verleiten, von dem Sie genau wissen, dass es dumm ist? Eben.

Womit wir mittendrin wären in unserem Film, der sie einmal mehr erzählt, jene alte Geschichte: Boy meets girl. Das wird hier mit so viel Lust am neurotischen Detail inszeniert, dass die eigentliche Liebesgeschichte lange Zeit fast unwichtig wirkt. Da kämpfen zickige Männer und patente Frauen um ein Stückchen Glück, entdeckt ein Kind das ganz normale Leben, wird ein Misanthrop zur geläuterten Seele. Und all das passiert, weil drei Leute sich zwangsläufig so lange über den Weg laufen, bis sie am Ende sogar gemeinsam ins Blaue reisen. Und weil ein Haustier seinen Willen durchsetzt.

Romantisch geht's hier selten zu, dafür handfest und exzentrisch. Präzis und komisch die Dialoge, herrlich die Schauspieler: jene Frau, die von Minute zu Minute mehr Souveränität und Gelöstheit ausstrahlt

jener Mann, der hier aufs Neue seine Wandlungsfähigkeit beweist.

Ein Kultfilm hatte ihn vor Jahren zum Star gemacht. Damals spielte er einen Widerspenstigen, der seine Gegner unterschätzt. Danach konnte er sich seine Rollen aussuchen, hat Killer gegeben und Vagabunden, Durchgeknallte und Machos. Und immer zeigte er dabei diese ein wenig verstörende, bewusst provozierende Präsenz.

Übrigens handelt es sich um einen der Lieblingsfilme der Schreiberin, die sich nun - nach insgesamt 223 Ausgaben des Filmrätsels - von Ihnen an dieser Stelle verabschiedet. Also herzlichst tschüs und ... wie heißt der Film? Das fragt zum letzten Mal an dieser Stelle:

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