Wer zu früh kommt.

Oskar ist wieder da. Zwei Jahre nach seinem plötzlichen Rückzug ins Privatleben tritt der Ex-Bundesfinanzminister und Ex-SPD-Vorsitzende wieder auf die politische Bühne. Mitte Oktober lädt Attac, die Speerspitze der Globalisierungsbewegung, zu einem großen Strategiekongress nach Berlin.

Stargast: Oskar Lafontaine. Wochenlang haben die Veranstalter und der Politpensionär verhandelt. Attac war sich nicht sicher, ob die dominante Persönlichkeit des Saarländers die Tagung wirklich voranbringen werde.

Lafontaine rang mit seiner Parteiloyalität: Er soll am Vormittag des 23.

Oktober, dem Berliner Wahlsonntag, auftreten was aber, wenn die Medien weniger auf Klaus Wowereit schauen als auf ihn? Letztlich war die Verlockung zu groß. Vielleicht bietet Attac ja die Chance für eine neue Karriere.

Mitglied ist Lafontaine schon längst. Und war er nicht der erste Globalisierungskritiker? Hat er nicht immer gesagt, dass die Weltfinanzmärkte rereguliert werden müssen? War er seiner Zeit nicht immer irgendwie voraus?

Oskar wird da nicht widersprechen.