Als mir während des vergangenen Sommerseminars Tausende von gleich lautenden Briefen ins Haus flatterten (wie man früher sagte, als Briefe noch mit der Hand geschrieben und von der Brieftaube herangeflattert wurden), und zwar weit mehr, als damals aus den Krankenhäusern kamen, wo die Opfer meiner sauren Zitronencreme die Weihnachtstage 1996 verbringen mussten, hatten all diese vielen Briefe nur ein Thema: Kapern sind nicht die Früchte der Kapuzinerkresse, Herr Siebeck! Das beweist: Richtung ist Lösung D.

Die Mehrheit der Leser besteht aus Botanikern.

Es sieht so aus, als habe außer mir die halbe Welt gewusst, dass Kapern nicht von der Kapuzinerkresse stammen (jedenfalls nicht die echten Kapern), sondern von einer verwandten Pflanze namens ...

Aber warum soll ich hier wiederholen, was Sie ohnehin besser wissen als ich. Also vielen Dank für die Aufklärung!

Danken möchte ich auch für die schmeichelhaften Worte, die einige Leser für Frau Hoffmann gefunden haben. Ich habe ihr die entsprechenden Briefe vorgelesen. Sie hat zwar freundlich geschnurrt, schließlich ist sie eine Katze, aber nur mit einem Ohr hingehört.

Das andere war auf die Signale gerichtet, die der Unterirdische beim Graben sendet. Katzen können ihn schon hören, bevor er sein Schweinsgesicht aus einem Erdhaufen steckt. Frau Hoffmann findet den Maulwurf ungenießbar, aber sie liegt stundenlang vor seinen Notausgängen auf der Lauer. Weil sie weiß, dass es mich freut, legt sie mir danach die Trophäe vor die Küchentür.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich esse keine Maulwürfe, habe nicht einmal ein Rezept für die grauen Wühler.