Großes Wochenende für Hoyerswerda: Das Stadt- und Brunnenfest verregnete, das Modern-Talking-Konzert fiel ins Wasser, doch am Sonntag kam der FC Carl Zeiss Jena. Der hatte am 4. Spieltag Stahl Riesa 1 : 0 geschlagen und war somit Deutschlands einziger Verein ohne Verlustpunkt und Gegentor. 834 Zuschauer überfüllten das Jahnstadion, eine Stätte echten Biers und guter Musik (Flimmerndes Herz, Drei weiße Tauben, Komm wir fahrn nach Amsterdam, ich weiß, dass uns nichts passieren kann). Jena begann pomadig und führte zur Halbzeit durch ein Stochertor von Jovic. Jetzt wehrte sich der FSV Hoyerswerda (alias Aktivist Schwarze Pumpe). 54. Minute: Ausgleich durch herrlichen Flugkopfball von Libero Vejprava. Aida-Triumphmarsch, dann die Stadionhymne Ja das geht ab wie Schmidts Katze. 56. Minute: Rot für Jenas Regisseur Hempel nach dauernden Stänkerfouls. In Unterzahl dreht Jena auf.

Saraba und Holetschek veredeln Freistöße zum 1 : 3. Als auch FSV-Kapitän Rettig Rot sieht, brechen die Gastgeber ein.

Jovic und Hauser treffen nach klassischen Kontern, und in der 88. Minute drischt Holetschek einen 25-Meter-Freistoß in den rechten Dreiangel. Abschuss und Einschlag waren eins. Abpfiff, Platzsturm. 1 : 6, das toppte das England-Spiel. Ihr seid Erster, wir sind am Arsch, sprach am Bahnhofskiosk ein zerstörter Hoywoy-Fan. Und nu gibste mir mal 'n Ostbier aus.