Offiziell ist es noch nicht, aber entschieden: Arbeitsminister Walter Riester will in der nächsten Legislaturperiode als Abgeordneter dem Deutschen Bundestag angehören. Bisher hat der Quereinsteiger genau wie sein Kabinettskollege Werner Müller kein Mandat. Riester wollte während der Sommerferien über eine Kandidatur nachdenken. Sein Heimatwahlkreis in Hanau hatte sich für einen anderen Interessenten ausgesprochen, Riester lagen aber Angebote aus Baden-Württemberg, Bayern und anderen hessischen Wahlkreisen vor. Riester zögerte zunächst, doch SPD-Führung und auch Parlamentarier redeten ihm zu - es stärke seine Position bei schwierigen Abstimmungen, wenn er selbst der Fraktion angehöre.

Riester wird bei Rentendebatten im Parlament künftig auf eine junge Expertin der Union treffen: Hildegard Müller, bisher Chefin der Jungen Union, will sich um ein Abgeordnetenmandat in Düsseldorf bewerben. Sie hat gute Chancen, über einen attraktiven Platz auf der Landesliste der CDU Abgeordnete zu werden. Nachwuchskräfte wie Müller sind in der Fraktion bislang rar.