"Bush is a desaster." So habe ich kürzlich eine Englisch-Klassenarbeit eingeleitet und wurde von meinem Lehrer belehrt, dass eine solche (auch in seinen Augen) richtige Behauptung ins Feuilleton, nicht aber in einen Aufsatz gehöre.

Umso mehr enttäuscht mich Jörg Laus Feuilleton-Glosse, die den Versuch unternimmt, die "polemisch-satirische Aufmerksamkeit" der amerikanischen (und europäischen) Öffentlichkeit als Zeichen politischen Verfalls zu entlarven.

Es scheint, als ob gerade diese Aufmerksamkeit eher Ausdruck von Kopfschütteln und Staunen über die so offensichtlichen intellektuellen und rhetorischen Defizite des Präsidenten ist. Wenn Jörg Lau von sprachlichen "Schnitzern" spricht, beschönigt er die verbalen Entgleisungen Dabbeljuhs, die fraglos Zweifel an der präsidialen Qualifikation aufkommen lassen.

Zumindest hat Bush, der meint, dass im Nachbarland Mexiko Mexikanisch gesprochen wird und im Krisengebiet Balkan die Kosovarianer leben, seinen peinlichen Worten bislang konsequent ebenbürtige Taten folgen lassen.

Daniel Jütte, 17 Jahre Stuttgart