Ungewohnte Zurückhaltung demonstrierten am vergangenen Wochenende zwei prominente Teilnehmer der Alpbacher Mediengespräche. Denn weder Udo Röbel, Chef von Bild.de, noch Wolfgang Fellner, Chef der österreichischen News-Verlagsgruppe, fanden den Weg in die Tiroler Berge.

Dass ihre Abwesenheit mit Problemen zu Hause zu tun hatte, war freilich eine böse Unterstellung. Denn schließlich geht Bild.de nicht den Bach runter, wie der Branchendienst kress report verbreitet. Dies durfte ja Bild.de-Geschäftsführer Peter Würtenberger bereits im Schwestern-, pardon, Cousinenblatt Welt am Sonntag richtigstellen.

Und auch Wolfgang Fellner wurde selbstverständlich nicht von den wenig erfreulichen Zahlen, die die letzte Mediaanalyse für seine Magazine News, Format und tv-media ausgewiesen hatte, in Wien gehalten, sondern von einer Grippe.

Demnach muss man sich also auch keine Sorgen um die wirtschaftliche Situation des australischen Medienzars Rupert Murdoch machen. Der tauchte nämlich auch nicht auf.

Und wo bleibt das Positive? Im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort gibt es nun auch Leben: Ein Werktagsstrip des Zeichners Steven Appleby beschließt seit Samstag täglich das Feuilleton-Buch. Titel: Normales Leben. Atak, der die ZEIT-Leser seit geraumer Zeit Woche für Woche mit sicherem Strich in die Künste des modernen Lebens einweist (siehe Seite 60), freut sich auf einen Mitstreiter. Hauptsache: Leben!