Fernsehen ist Fernsehen ist Fernsehen. Es mag besseres und schlechteres Fernsehen geben, es wird dabei aber immer eines bleiben, nämlich eben Fernsehen, weil jedes Medium seine Grenzen hat. Wen also jedes Fünkchen Unterhaltsamkeit derart abstößt wie Michael Altenburg, der hat sich vielleicht einfach in der Tür geirrt: Er sucht etwas, das es im Fernsehen nie geben wird - weil es seinen angestammten Platz und sein angestammtes Publikum längst gefunden hat, und zwar in den entsprechenden Instituten der Universitäten beziehungsweise Fachjournalen und Fachliteratur. Diese Zugänge stehen dem echten Kulturmenschen, wie Sie offenbar einer sind, jederzeit offen.

Lars Müller, Kiel

Mit welcher Chuzpe Altenburg Menschen, die sich zum Beispiel das Literarische Quartett ansehen und anhören, als "halb gebildet, aber skandalgierig" oder als "Trottel mit Abitur" abqualifiziert und sich selbst offensichtlich zu den wenigen "musisch Gebildeten" rechnet, verschlägt einem schon den Atem.

Dr. Wolfgang Uplegger Darmstadt

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Altenburg für seine klaren Worte! Ich selbst habe zwar auch Abitur, bin aber nur deshalb nicht zum Trottel mutiert, weil der Fernseher in unserer Familie ein kümmerliches Schattendasein führt.

Dorothee Prewo Frankfurt a. M.

Der Autor will also Anwalt der gefährdeten höheren Kultur sein. Mal sehen.