Im April 2002

wird Bernd Pischetsrieder Chef bei VW. Damit setzt der 53-Jährige eine Karriere fort, die 1999 schon zu Ende schien. Als Vorstandsvorsitzender von BMW wurde er für die Verluste bei der britischen Tochter Rover verantwortlich gemacht - und ging. Schon einen Tag nach seiner Demission rief ihn VW-Boss Ferdinand Piëch an und bot ihm einen Vorstandsposten an. Piëch hatte imponiert, dass ihn Pischetsrieder 1998 beim Bieterwettstreit um Rolls-Royce/Bentley austrickste - VW bekam für viel Geld alte Fabriken und Bentley, BMW für wenig Geld die Marke Rolls-Royce. Seit Juli 2000 ist Pischetsrieder bei VW. Dass er schneller als erwartet Chef wird, verdankt er zwei einflussreichen Aufsichtsräten: Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel (das Land hält ein Fünftel des Kapitals) und Betriebsratschef Klaus Volkert.