Löbliche Absichten.

Die angesehensten biomedizinischen Fachzeitschriften der Welt ziehen die Notbremse. "Wir sind besorgt, dass das augenblickliche intellektuelle Klima, in dem manche klinische Forschung stattfindet, die notwendige Objektivität bedroht", verkünden gleichzeitig Blätter wie The Lancet, Nature oder Jama in ihren aktuellen Editorials. Die Bewahrer der wissenschaftlich objektiven Berichterstattung wollen ihre Autoren zwingen, alle Abhängigkeiten von Pharmakonzernen offen zu legen. Arbeiten, bei denen die Auftraggeber die alleinige Kontrolle über die veröffentlichten Daten für sich beanspruchen, werden nicht mehr angenommen.

Blockierter Wahn.

Es wäre ein kleiner Segen für Rindfleischliebhaber: eine Impfung gegen die tödliche neue Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD). Der Schweizer Forscher Adriano Aguzzi von der Universität Zürich ist dieser Vision einen Schritt näher gekommen. Seinem Team gelang es im Tierversuch, die Ausbreitung der vCJD-Erreger aufzuhalten. Die Forscher züchteten genmanipulierte Mäuse, die einen Antikörper gegen die Prionen bildeten (Science Express, 6. 9. 2001).

Die Prionen, falsch gefaltete Proteine, übertragen vermutlich die Krankheit vom BSE-infizierten Rind auf den Menschen. Die Antikörper fangen die schädlichen Proteine ab, bevor sie vom Darm über die Nervenbahnen ins Gehirn gelangen. Jetzt müssen die Wissenschaftler prüfen, ob sie Mäuse mit den Antikörpern impfen können, ohne sie vorher gentechnisch zu verändern. Erst dann wäre ein Medikament für den Menschen denkbar.

Sehen ohne Augen.

Schlangensterne, Verwandte des Seesterns, gelten als die Einäugigen unter den Blinden. Die wirbellosen Meerestiere können Schatten erkennen und vor Feinden in Felsspalten fliehen, obwohl sie keine als Organ ausgebildeten Augen haben.