Grünes Gold - Abenteuer Pflanzenjagd Päonien, Klatschmohn, wilder Wein schmücken unsere Gärten. Auch sehr beliebt in den heimischen Rabatten: die scharlachrote Lobelie, das zierlich wippende Tränende Herz, die blauköpfige Hortensie (unser Bild). Woher unsere gehätschelten Schönheiten stammen, die da ums Haus herum so dankbar blühen und gedeihen? Eindeutig aus dem Pflanzencenter. In Wahrheit jedoch: allesamt Exoten. Sie haben uns was mitgebracht, die Forscher und Weltumsegler vergangener Jahrhunderte, die ausgezogen waren, um die weißen Flecken auf der Landkarte zu löschen.

Auftragsarbeit von königlichen Gnaden - auch das Aufspüren exotischer Gewächse. Herausgerupft und ausgegraben, in Kisten und Kästen verpackt, gepresst und getrocknet, landeten Blüten und Stauden, Samen und junge Triebe in unseren kühlen Breiten. Über fanatische Sammler wie Johann Reinhold Forster, Sir Joseph Banks, Adelbert von Chamisso und vieler anderer weitgereister Pflanzenjäger berichtet die Ausstellung im Frankfurter Palmengarten. Das ist Sinnenfreude und Lehrstunde zugleich - Geschichtsunterricht aus der Botanisiertrommel.

Galerie Ost des Palmengartens Frankfurt am Main, Siesmayerstraße 61, bis 2.

Dezember, geöffnet täglich von 9 bis 18 Uhr, Eintritt 10 Mark (gilt auch für die Gewächshäuser)