Ja, so und nicht anders klingt es, wenn man beim Tennis den Ball gerade noch erwischt und ihn, kurz bevor er im Aus landet, übers Netz haut. So mancher von uns hat es schon gehört, aber wer hätte es so auf den Punkt bringen können wie Hellmuth Karasek gleich im zweiten Absatz seines neuen, zweiten Romans: Plopp!

So könnte man hier - Stoff gibt es genug - eine ganze Weile weitermachen.

Oder doch lieber so: In zwei Teilen, die zueinander im Goldenen Schnitt proportioniert sind, erzählt Hellmuth Karasek von den Seligkeiten und Mühen einer nicht erlaubten Liebe und von dem ruhmlosen Ende, das ein Liebender - ja, auch so könnte man anfangen, käme damit allerdings nicht wirklich weiter.

So wenig wie mit allem, was von Fülle und Völle, was von bundesrepublikanischem Alltag, von psychologischer Durchdringung oder gar von sozialer Differenz, Divergenz oder Dideldenz redet. Die Wahrheit ist nämlich eine andere, und zwar die, dass es sich hier gewiss um eines der schlechtest geschriebenen ernst genommenen Bücher der Saison handelt.

Beginnen wir, so gut es geht, mit der kleinen, alltäglichen Geschichte, die dieser Roman erzählt: Jemand namens Robert, verheiratet mit Eva, beginnt ein Verhältnis mit der Frau seines besten Freundes

die Sache fliegt auf

am Ende ist ein später Wiederanknüpfungsversuch auf entzaubertem Level die vielleicht einzige Überraschung des Buches.