Die Attentäter haben zum Teil ihre Flugkenntnisse in den USA selbst erworben. Laut einer Flugschule in Florida sollen dabei zwei Verdächtige gesagt haben, dass sie aus Deutschland kämen.
Eine Spur führt nach Hamburg in den südlich der Elbe gelegenen Stadtteil Harburg, wo drei der mutmaßlichen Terroristen gewohnt haben. Der Hamburger Innensenator Olaf Scholz (SPD) berichtete am Donnerstag, dass die Verdächtigen laut dem Melderegister aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammen sollen. In Harburg waren sie an der Technischen Universität eingeschrieben.
Generalbundesanwalt Nehm hat in diesem Zusammenhang ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das sich auf mutmaßliche arabische Terroristen bezieht, die in Hamburg gelebt haben sollen. Zu Ermittlungszwecken halten sich inzwischen auch BKA- und FBI-Beamte in der Hansestadt auf.
Nach Angaben des Deutschen Orient-Instituts leben in der Großstadt etwa 150.000 bis 200.000 Muslime, in der Mehrzahl Türken. Hamburg hat offiziell 1,7 Millionen Einwohner.

Bereits am Mittwoch war von der NATO erstmals in ihrer Geschichte der Verteidigungsfall beschlossen worden. Für die NATO sind die Attentate in den USA ein Anschlag auf das Bündnis. Unterdessen hatte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld in einem Aufruf an seine Truppen auf mögliche Einsätze verwiesen. Nach einem Bericht der Washington Post würde die US-Regierung diplomatische und militärische Grundlagen für einen Militärschlag vorbereiten.

(sr)