Biographie
22.05.1974    geboren in Hagen1991 - 1993    fotografische Ausbildung in Dülmen und Münsterseit 1993    freie Arbeitenseit 1999    Studium der visuellen Kommunikation, Bauhaus-Universität Weimar, betreut von Prof. Hermann Stamm2000    2. Preis: "Japan in Deutschland", Japanische Botschaft Berlin

    

Ausstellungen u.a.: "Technische Sammlungen", Dresden; "Villa Haar", "Limona", Weimar; "Central", Cosfeld

Auftragsarbeiten u.a.: Medienforum, Köln; SKL Süddeutsche Klassenlotterie, Hamburg; HF couture, Düsseldorf

Fotoarbeiten

Die fotografische Arbeit von Anja Bohnhof über das Reichparteitagsgelände ist eine subjektive Dokumentation und als ein Gegenentwurf zu der faschistischen Ästhetik, der Propagierung des Schönen verstehbar.
"Denn die Bauten des Führers sollen noch nach Jahrtausenden von unserer grossen Zeit sprechen" sagte Albert Speer, Architekt von Adolf Hitler. Die Widerlegung dieses Zitates ist der Ausgangspunkt für das fotografische Konzept. Die Bauten werden hier in einer Art visualisiert, die die Empfindung von Monumentalität und Faszination beim Betrachter durch Schäbigkeit, Vergänglichkeit und Hässlichkeit ersetzen.
Dies wird durch die formale Qualität der Bildgestaltung unterstützt: Normalperspektive, mittige Aufteilung, blasse Farbigkeit, quadratisches Format und Wahl des Ausschnitts sind immanente Bestandteile des Konzepts.
Der intendierte Eindruck der nationalsozialistischen Herrschaftsarchitektur erfährt in diesen Fotografien eine Umkehrung, die dem Rezipient eine zusätzliche Reflexionsebene eröffnet.