Dr. Marco Schöller, Islamwissenschaftler an der Universität Köln: "Jedes Verbrechen hat eine Geschichte. Es wäre zum besseren Verständnis dieses Verbrechens wichtig, Informationen über die Geschichte zu erhalten. Dies wäre unserer Auffassung nach ein besserer Beitrag als mögliche militärische Interventionen. Man muss mehr als bisher versuchen zu verstehen, was hinter den Ereignissen steht. Das wäre positiv". Die Kritik richtet sich in erster Linie an die Medien. So berichten nach Auffassung von Dr. Marco Schöller viele Leute, die "ganz offensichtlich wenig Ahnung von diesen Dingen haben". Außerdem enthält die Stellungnahme aber auch einen politischen Passus, der die europäischen Nationen auffordert, sich mehr und auf lange Sicht in der Region zu engagieren.

Hinweise

Die Stellungnahme der Fachvertreter der Islam- und Orientwissenschaften von Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland

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