Der Deutsche Bauernverband sorgt sich um das Image der Landwirte. Der Berufsstand werde "durch die eigene Argumentation zu oft in der Opferrolle dargestellt", heißt es selbstkritisch in einem Strategiepapier der Lobbyorganisation. Weil dies sowohl die Attraktivität der Standesorganisation für die Landwirte als auch den politischen Einfluss schmälere, werde die "Imageprofilierung zum entscheidenden Zukunftsthema" für die Landwirtschaft.

Die Bauern, die bisher nach Meinung der Verbandsspitze um Gerd Sonnleitner öffentlich zu sehr als "Randtypen und Opferlämmer" sowie als Abzocker von Staatsknete, als Tierquäler und als Umweltfrevler wahrgenommen werden, sollen in Zukunft als "Siegertypen" dastehen. Die Imagepolitur will sich der Bauernverband einiges kosten lassen: 13 Millionen Mark in den nächsten drei Jahren. Damit sollen 15 000 landwirtschaftliche Betriebe in der "Abwehr negativer Attribute" geschult werden. vo