In Bangkok und in Jakarta, in Shanghai und im australischen Adelaide mischt RWE schon im Wassergeschäft mit. Demnächst sollen sich zu den weltweit 43 Millionen Wasserkunden weitere Millionen gesellen: Rund 15 Milliarden Mark will es sich das hierzulande vor allem als Energiemulti bekannte Essener Unternehmen kosten lassen, die American Water Works Company zu erwerben, die in 23 US-Bundesstaaten rund 10 Millionen Kunden versorgt. Mit seiner Führungsgesellschaft im Wassergeschäft, Thames Water, wird RWE damit die Nummer eins in den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Markt.

Wie in den meisten anderen Ländern ist auch in den USA das Geschäft mit dem Wasser stark fragmentiert. Es gibt 54 000 Unternehmen

viele davon versorgen weniger als 3000 Kunden und sind mit der Schaffung und Sanierung der Infrastruktur überfordert. Dies verstärke "den Trend zur Einbeziehung privater Dienstleister", lässt RWE-Chef Dietmar Kuhnt verkünden. Mit seiner Akquisition vergrößert RWE seine Kundschaft im Zukunftsmarkt Wasser (ZEIT Nr.

32/01). Die internationale Vorherrschaft behalten zwei französische Unternehmen: Vivendi und Suez. Sie versorgen jeweils 100 Millionen Kunden. vo