Die Experten haben früh gewarnt. In seinem vor drei Jahren erschienenen Buch Die globale Bedrohung (Propyläen, Berlin 1998

368 S., 48,- DM) machte der Historiker Walter Laqueur auf die neuen Gefahren des Terrorismus aufmerksam. Sie resultieren seiner Ansicht nach daraus, dass religiös-fundamentalistische Gruppen sich mit den Mitteln modernster Technologien ausstatten und in ihrem Fanatismus vor nichts zurückschrecken.

Laqueur schließt auch die schlimmste Möglichkeit nicht mehr aus

dass Massenvernichtungswaffen - biologische, chemische oder atomare - in die Hände von Terroristen gelangen könnten. Gerade auf dieses Szenario legen Nadine Gurr und Benjamin Cole: The New Face of Terrorism (Threats from Weapons of Mass Destruction

I. B. Tauris, London/New York 2000

308 S., 14,95 Pfund) den Hauptakzent. Sie warnen vor einer Dramatisierung, rufen jedoch Regierungen und Sicherheitsdienste zu höchster Wachsamkeit auf.

Wie Laqueur sieht auch Bruce Hoffman von der Rand Corporation in Washington im religiös motivierten Terrorismus die größte Gefahrenquelle. In Terrorismus - der unerklärte Krieg (S. Fischer, Frankfurt/Main 1999