Ein Bierbrauer erhält Europas höchstdotierten Umweltpreis. Zwar hat der bayerische Unternehmer Franz Ehrnsperger, Inhaber des Familienunternehmens Neumarkter Lammsbräu, schon elf Auszeichnungen für sein ökologisches Engagement eingeheimst

seine "kompromisslose Selbstverpflichtung im Umweltschutz" veranlasste die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) nun trotzdem, ihn ein weiteres Mal zu ehren. Ehrnsperger begann schon Mitte der siebziger Jahre, die Braustätte in der Oberpfalz konsequent nach Ökokriterien zu organisieren - und zwar von der Rohstoffbeschaffung bis zum Vertrieb.

Allerdings sind die Produkte des weltweit größten Ökobierherstellers außer im Umkreis von 70 Kilometern um Neumarkt kaum erhältlich

Transporte über große Distanzen wären schließlich ökologisch bedenklich. Sein Know-how hingegen transferiert Ehrnsperger sogar ins Ausland. Den mit einer Million Mark dotierten DBU-Preis teilt sich Ehrnsperger mit dem Agrarwissenschaftler Hermann Auernhammer und dem Physiker Wolfgang Feist. vo