Er liegt da in seiner braunen Mönchsrobe, sein Gesicht sieht bleich aus und fragend. An seiner Seite liegt sein Helm. Die Feuerwehrmänner treten an den Sarg. Beugen sich über den Kaplan, wie er sich über sie beugte. Flüstern Worte zum Abschied. Schluchzen. "Gott nahm so viele von uns zu sich in den Himmel", sagt einer der Männer, "er brauchte jemanden, der ihm hilft."
So viele von ihnen müssten jetzt zu Grabe getragen werden. Aber die Körper fehlen. Mehr als 300 Feuerwehrmänner sind tot oder vermisst, und der Unterschied zwischen den Worten wird kleiner mit jeder Stunde. Sie sind schon begraben. Engine Company 33. Ladder Company 105. Ladder Company 132. Alle fünf Rescue Companies. Fünf der ranghöchsten Offiziere. "Wir werden uns erholen", sagt Feuerwehrchef Thomas Von Essen, "aber ich weiß nicht wie."

Ein Abschleppwagen fährt über die Canal Street. Auf seiner Stoßstange steht in großen weißen Buchstaben: RACHE.

Die Flugzeuge sehen anders aus. Wie Lanzen. Das Dröhnen ihrer Turbinen klingt bedrohlich.

In der Nacht fällt der erste Regen und wäscht den Staub von der Stadt. Blitze malen den Himmel silbern, gefolgt von wütendem Donner. Der Regen ist ein Balsam und ein Schrecken. Er macht die Trümmer noch schwerer. Aber er bindet den Geruch der verlorenen Körper, der aus ihnen steigt.